Medizin interkulturell

Ausgabe: 3/2003
(nur Online verfügbar)

49. Jahrgang

Die Erlaubnis und Pflicht zu heilen im jüdischen Schrifttum. Eine philosophisch-historische Analyse nach Rabbi A. J. Kook

Gesundheit, Benjamin

Klassische jüdische Quellen bieten eine reichhaltige Literatur mit einer langen und kontinuierlichen Tradition, welche für moderne medizinethische Diskussionen einen wichtigen Beitrag leisten können. Anhand eines Talmud-Textes versuchen wir die literarische Entwicklung von der Bibel bis in die Gegenwart anhand der Interpretation von Rabbi A. J. Kook (1865–1935) aufzuzeigen. Die Erlaubnis und Pflicht zu heilen wurde von Bibel- und Talmud-Kommentatoren aufgrund deren historischem und biographischem Hintergrund unterschiedlich erklärt. Die theologische, finanzielle, berufliche oder religiös-kulturelle Problematik der ärztlichen Tätigkeit mag die Notwendigkeit einer religiösen »Erlaubnis des Heilens« erklären. Kook verknüpft diese Aspekte in seiner originellen Interpretation, nach der er in der Körper-Seele-Beziehung einen Schwerpunkt der modernen Medizin des 20. Jahrhunderts sieht.

Tags: Rabbi A. J. Kook Talmud Körper-Seele-Beziehung

Tags: Rabbi A. Y. Kook Talmud relationship between body and soul

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