Medizin interkulturell

Ausgabe: 3/2003
(nur Online verfügbar)

49. Jahrgang

Brigitte Fuchs/Norbert Kobler-Fumasoli (Hgg.), Hilft der Glaube? Heilung auf dem Schnittpunkt zwischen Theologie und Medizin, Münster u. a. (Lit) 2002 (Symposion – Anstöße zur interdisziplinären Verständigung; Bd. 1), 172 Seiten.

Kostka, Ulrike

Die Medizin und Theologie stehen seit Jahrtausenden in einem spannungsreichen, wechselseitigen Verhältnis. Schon immer suchten Menschen über religiöse/spirituelle Wege nach Heilung und Gesundheit. Bis heute ist diese Tradition trotz der Dominanz einer naturwissenschaftlich-technischen Medizin und ihres objektivistischen Weltbildes zu beobachten. Jedoch hat sich die Beziehung zwischen Medizin und Theologie seit dem 19. Jahrhundert deutlich verändert und massiv distanziert. Die Medizin hat die Sorge für das Körperliche übernommen und die Theologie konzentriert sich seit langem vorwiegend auf das Geistige und Psychische. Erst durch die Frage über die Sinnhaftigkeit von medizinischen Maßnahmen insbesondere am Lebensanfang und Lebensende ist der Dialog zwischen der Medizin und der Theologie bzw. der theologischen Ethik wieder intensiver geworden, allerdings konzentriert er sich dabei vorwiegend auf Grenzsituationen der Medizin. Im Gegensatz dazu findet die Diskussion über das Verhältnis von Theologie und Medizin, von Therapie und Glaube vor allem in einzelnen Nischen beider Fächer statt.

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