Präimplantationsdiagnostik und Lebensschutz

Ausgabe: 4/2003

49. Jahrgang

Präimplantationsdiagnostik zwischen Fortpflanzungsfreiheit und Embryonenschutz

Böckenförde-Wunderlich, Barbara

Eine Entscheidung über die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) in Deutschland wird in absehbarer Zeit getroffen werden. Dieser Beitrag untersucht, ob eine Zulassung der PID in Deutschland unter Berücksichtigung der beteiligten Rechtspositionen von der Verfassung geboten ist, möglich, aber nicht zwingend ist oder aber verboten sein muss. Die Befürworter der PID berufen sich auf die Fortpflanzungsfreiheit und das Selbstbestimmungsrecht, die Gegner stellen dagegen die Beeinträchtigung des Status des Embryos in den Vordergrund. Daher wird ausgehend von den Rechten der Eltern, die im Hinblick auf die PID gewürdigt werden, insbesondere auch der verfassungsrechtliche Status des Embryos näher untersucht. Das Ergebnis der Verfassungsinterpretation wird schließlich der geltenden Regelung des Schwangerschaftsabbruchs aus medizinischer Indikation unter Aufweisung der bestehenden Spannungslage gegenübergestellt.

Tags: Selbstbestimmungsrecht Menschenwürde Lebensrecht Schwangerschaftsabbruch

Germany is yet to decide on the introduction of preimplantation genetic diagnosis (PGD). This paper considers whether or not the Basic Law is open towards an authorisation of PGD. Those in favour of this method rely on parents’ procreative rights and women’s rights to self-determination. Those who oppose the authorisation of PGD put special emphasis on the rights of the embryo. Thus, the paper examines both the rights of the parents as well as the legal status of the embryo. Finally, it evaluates and scrutinizes the conclusions with respect to the current law on abortion.

Tags: right of self-determination human dignity right to life abortion

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