Organspende - Quo vadis?

Ausgabe: 1/2019

65. Jahrgang

Die rechtliche Zulässigkeit der erweiterten (doppelten) Widerspruchslösung in der Organtransplantation

Rosenau, Henning;Knorre, Jonas

Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, ob der Einführung der sog. erweiterten Widerspruchslösung in Deutschland rechtliche Hindernisse entgegenstehen. Das wird anhand der Menschenwürde, der Glaubensfreiheit und insbesondere des Selbstbestimmungsrechts erörtert. Im Ergebnis ist der derzeit debattierte Vorschlag rechtlich unbedenklich und umsetzbar. Es lässt sich zudem anhand von Metastudien und bei Betrachtung des Framing-Effekts eine Steigerung des Grundpotentials an Organspenden um 25–30 % nachweisen. Um die zu erwartende positive Wirkung der Widerspruchslösung zu potenzieren, werden Verbesserungen in der Organisationsstruktur der Organspende in Deutschland aufgezeigt.

Tags: Framing-Effekt Nudging

The following article deals with the question, whether the establishment of the so-called soft opt-out system would have to face legal obstacles in Germany. This will be discussed by considering the human dignity, the freedom of religion and in particular the right of self-determination. In the result, the proposal is legally unobjectionable and actionable. Additionally, following meta-analyzes and by taking the framing effect into account, the proposal would mean an increase of the basic potential of organ donors by 25–30 %. To maximize the expected positive effect of the soft opt-out system, improvements of the organization structure will be examined.

Tags: framing-effect nudging

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