Sterbefasten

Ausgabe: 3/2019

65. Jahrgang

Passiver Suizid oder Einwilligung ins Sterben?

Zimmermann,Mirjam;Zimmermann,Ruben

Im Kontext der Debatte um § 217 StGB zum Thema Beihilfe zum Suizid wurde auch diskutiert, ob eine pflegerische oder ärztliche Hilfe beim so genannten Sterbefasten bzw. Freiwilligen Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit (FVNF) rechtlich und ethisch möglich sei. Eine Beantwortung dieser Fragen hängt wesentlich mit dem Urteil zusammen, ob FVNF als Selbsttötungshandlung betrachtet wird oder nicht. Der Artikel analysiert die Debatte hinsichtlich des Begriffsgebrauchs, der handlungstheoretischen Voraussetzungen und des phänomenologischen Erlebens. Die Autoren kritisieren die teilweise interessegelenkte Engführung des Diskurses um FVNF auf eine Handlung des selbstbestimmten Sterbens bzw. passiven Suizids. Mit unterschiedlichen Rahmentheorien kann FVNF hingegen als eine Form des einwilligenden Sterbens betrachtet werden, mit dem das in absehbarer Zukunft erwartbare Sterben vorzeitig eingeleitet wird.

Tags: Lebensbeendende Handlungen Sterbehilfe Tun und Unterlassen Suizid Verzichtsethik

Tags: actions ending life medical aid in dying omission (assisted) suicide ethics of relinquishing

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