Medizin und Ökonomie

Ausgabe: 2/2002
(nur Online verfügbar)

48. Jahrgang

Verteilungsgerechtigkeit

Nothelle-Wildfeuer, Ursula

Verteilungsgerechtigkeit ist eine der drei Grundformen von Gerechtigkeit, die erstmals von Aristoteles (Nikomachische Ethik, Buch 5) als solche expliziert und von Thomas von Aquin (Summa theologiae II–II 57–61) weiterentwickelt wurde. In der Moderne ist Gerechtigkeit zur Grundkategorie insbesondere der Sozialethik geworden, insofern diese nach der Gerechtigkeit gesellschaftlicher Interaktionen, Prozesse und Strukturen im Blick auf die Wahrung der Würde der menschlichen Personen fragt. Es ist insbesondere das Verhältnis zwischen dem Einzelnen und der Gemeinschaft, das unter dem Anspruch der Gerechtigkeit steht, sofern sie Handlungen danach bemisst, ob sie auf das gemeinsame Gute, das bonum commune, ausgerichtet sind.

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