Medizin und Ökonomie

Ausgabe: 2/2002
(nur Online verfügbar)

48. Jahrgang

Behandlungsleitlinien als Rationierungs- und Qualitätssicherungsinstrumente

Kliemt, Hartmut

Wenn der medizinische Mitteleinsatz durch Budgetierung begrenzt wird, bringt das den Arzt typischerweise in die Rolle des Rationierungsagenten, der entscheiden muss, wem er welche Ressourcen zuteil werden lässt. Die Begrenzung des Aufwandes durch eine Standardisierung der Behandlungsverfahren erspart dem Arzt die Abwägung zwischen einzelnen Patienten, führt aber dazu, dass es verbindliche Behandlungsrichtlinien als Rationierungsinstrumente geben muss. In dem Papier wird argumentiert, dass dennoch viel für einen solchen Weg der Rationierung spricht. Es wird auch dafür plädiert, konkurrierende Leitlinien zuzulassen, um alternative Wege zur Qualitäts- und Kostenkontrolle evaluieren zu können.

Tags: Qualitätskontrolle Konkurrenz zwischen Leitlinien

If budgetary constraints are imposed to restrict resource utilization then the medical doctor typically ends up in the role of a rationing agent of society deciding who is to get which amount of care. Limiting effort via standards of treatment that fix what may be done and what not sets the medical doctor free of the task of weighing opportunity costs himself. But it requires that guidelines become instruments of withholding care. In the paper it is argued that this role of guidelines is a potentially useful one. It is also argued that for purposes of both, quality and cost control, competing guidelines should be admitted such that the relative merits of alternative measures can be evaluated.

Tags: quality control competition between guidelines

Zum vollständigen Artikel | Artikel bestellen

Zurück